Veranstaltungen 2019

Die unterschiedlichsten Veranstaltungen, Workshops & Ausstellungen sind geplant und werden hier stetig aktualisiert! Picken Sie sich doch etwas nach Ihrem Geschmack heraus!

Der Dokumentarfilm

Ein Trailer unseres Dokumentarfilms zur Arbeit der Landrosinen ist auf youtube zu finden.

Zum Film

Schön, dass Sie sich die Zeit für etwas Kultur nehmen.

Schnuppern Sie bei uns rein und picken Sie sich Ihre Rosinen raus. Sei es eine Ausstellung, ein Konzert oder was auch immer Sie interessiert - bestimmt ist etwas für Sie dabei. Schauen Sie sich in aller Ruhe um oder gehen Sie gleich zu unserem Veranstaltungsangebot. Viel Spaß!

Die Landrosinen im Radio

Wir waren zu Gast beim StadtLabor Kassel und dürfen stolz die Sendung präsentieren:

http://kassel-zeitung.de

Die Sendung wurde produziert vom Freien Radio Kassel das viele Möglichkeiten für regionale Ereignisse eröffnet.

 

Netzwerk für Kunst und Kultur

Seit über zehn Jahren vernetzen wir unabhängige Kulturangebote in der Region. Mittlerweile zählen wir mit zu den größten freien Kulturnetzwerken in Deutschland

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Der Verein „Die Landrosinen“

"Die LANDROSINEN - Kulturnetzwerk Schwalm-Eder“ sind ein seit dem Jahre 2002 bestehender Zusammenschluss von Künstlerinnen und Künstlern bzw. Kulturschaffenden aus dem Schwalm-Eder-Kreis (Kreisstadt: Homberg/Efze).
 Aktuell sind 26 Einzelinitiativen in verschiedenen Orten an dem Netzwerk beteiligt.

 

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Eröffnung und Vorstellung
des KulturKnotenPunkts!

Freitag 03.05.2019
von 19:00 - 21:00 Uhr
in Homberg/Efze  am Marktplatz 5
von Marieke Aland
„Schu Schie Hey“

DER KULTURKNOTENPUNKT

Wer Landliebe nur mit Joghurt verbindet, hat die Vorzüge des Landlebens noch nicht kennengelernt. Nicht nur Silvia Pahl und Klaus Wilmanns von dem Theater 3 hasen oben sehen im Landleben wesentlich mehr. Viele Menschen ziehen ein ruhiges Dorfleben dem Trubel der Stadt vor. Freiheit, Platz und eine einzigartige Zusammengehörigkeit sind dabei besondere Aspekte. Trotzdem platzen Städte durch stets wachsende Bevölkerung, ländliche Bereiche kämpfen mit Leerstand. Vereine haben Probleme mit Überalterung, junge Menschen zieht es vermehrt in die urbanen Gebiete. 2019 steht beim Theater 3 hasen oben daher ganz im Sinne eines Um- und Aufbruchs in eine gemeinsame ländliche Zukunft – über Orts-, Vereins- und Denkgrenzen hinaus. Im Interview erzählen die beiden Initiatoren des KulturKnotenPunkts, wie sie mit dem auf zunächst drei Jahre angelegte Projekt eine Entwicklung in der Region vorantreiben möchten und welche besonderen Mächte Kunst und Kultur mitbringen dabei zu helfen. 

"Ist Kultur nur der Beutel, 
den ich mir mit ins Bad nehme  
oder steckt da doch mehr hinter?"

Silvia Pahl sieht eine besondere Macht in künstlerischen Inszenierungen: „Kunst und Kultur sind immer gut geeignet, Prozesse in Gang zu setzen. Bei einem Konflikt zum Beispiel kann die Kunst Mittel der Wahl sein, weil wir da alles dürfen.“ Auf der Bühne könne man frei streiten und sich austoben. Danach verlasse man die Bühne und kann sich mit seinem Gegenüber über den fairen und spielerischen Austausch freuen. Man reflektiert das Gesagte, sich selbst und seinen Spielpartner. Kunst dient als Vermittler zwischen Menschen. Egal aus welchem Ort sie kommen, in welchen Vereinen sie sich engagieren oder welche Schule sie besuchen. „Und wir Künstler sind, glaube ich, immer gut beraten nicht zu diktatorisch und zu streng zu sagen: und genau das muss dabei rauskommen. Sondern im Prozess mitzugehen“ beschreibt Silvia Pahl ihre Arbeitsweise. „Wir können anbieten, dass du im Spiel im Schutz einer Rolle agieren kannst. Ich kann dabei etwas Neues über mich erfahren. Ich lerne mich auszudrücken. Dass was ich will, das was ich meine, das was ich weiß, kann ich eine Form geben. Es braucht dann noch etwas. Und das lernt man beim Beteiligen an Kunst: zuhören. Das Interesse wird dabei größer. Ich will mehr hören. Ich will nochmal mit anderen in einen Klinsch gehen oder in ein Spiel begeben. Ich fange mit etwas an. Ich trau mir mal was zu. Das Selbstvertrauen wird größer. Und dann fängt ein Austausch an. Dadurch passiert, was wir wollen. Nämlich, dass die Leute miteinander ins Gespräch kommen. In ein Interesse aneinander kommen. Das Hauptziel des KulturKnotenPunkts ist, Menschen aus der ganzen Region in Austausch miteinander zu bringen.“  

Klaus Wilmanns sieht besonders die Chance im KulturKnotenPunkt die Gemeinden aufmerksam zu machen, um in der Verwaltung auch ein Bewusstsein herzustellen, was mit Kultur auf dem Land hergestellt werden kann. Es ist nicht immer nur der neue Kindergarten, die neue Brücke oder die Straßenbepflanzung. Es ist auch die geistige Nahrung, die die Leute hier vor Ort hält und zusammenbringt. Und da kommt zu wenig von den Städten und Gemeinden als Impulsgeber.“ Es fehlen nachhaltige Projekte, die sich mit ländlichen Herausforderungen auseinandersetzen. „Ohne Kultur kann der Mensch nicht leben“ ergänzt er die Notwendigkeit von kulturellen Angeboten.

Neue Medien?
Kenn´wa net!
Sind Dorfbewohner abgeschieden?

„Internet bietet Ablenkung.“ Als Landbewohner bekäme man es daher oft nicht mehr mit, nicht zentral und inmitten verschiedenster Angebote zu wohnen. „Das Leben auf dem Land ist dem Leben in Ballungsgebieten immer ähnlicher geworden.“ beobachtet Silvia Pahl. „Ich muss gar nicht mehr mitkriegen, dass ich auf dem Land lebe.“ Dieser Entwicklung folgt allerdings ein negativer Aspekt. Die Leere, die mit kulturellen Angeboten gefüllt werden konnte, bleibt oft leer. Es gibt weniger Angebote. Die Bewohner suchen in den Städten nach neuem Input. Dabei gilt es nun vor Ort Möglichkeiten zu schaffen.  

Das Verständnis der Bewohner ist hier also nicht das Problem. Die Schwierigkeiten liegen oft auch an der Hardware, z.B. schlecht ausgebaute Internetverbindungen oder zu wenig Förderung. Das führt zu fehlenden Chancen mit neuen Medien zu arbeiten. Um das Landleben für junge Generationen, die mit der Digitalisierung aufwachsen, interessant zu gestalten und Möglichkeiten zu schaffen, gehören mediale Kunstformen und moderne Kulturangebote genauso dazu wie der Besuch im Dorfmuseum. Der KulturKnotenPunkt soll eine Verbindung zwischen Tradition und Innovation anbieten 

Am Ende entstehe eine große gemeinsame Inszenierung. Eigeninitiative und Gemeinsamkeiten werden gestärkt. Im Ort, in der Region und zwischen den Bewohnern. Ob Jung oder Alt, Auswärtige oder Einheimischer, groß oder klein, von nah und fern - nur gemeinsam kann ein Aufbruch in eine neue Zeit stattfinden, die durch Austausch, Individualität und Zusammengehörigkeit geprägt ist. Das Land ist nicht abgeschieden. Und wir können es mit neuen Impulsen stets weiterentwickeln. 

Können wir das schaffen?

Der Treffpunkt in Homberg wird viele Funktionen haben: Ob Interesse an Projekten und Zusammenarbeit besteht oder Fragen zu Fördermitteln und Unterstützungen aufkommen – der KulturKnotenPunkt ist Anlaufstelle für Institutionen, Kunstschaffende und regionale Kulturinteressierte. „Der KulturKnotenPunkt richtet sich an alle Menschen in der Region, es richtet sich auch an alle Kulturschaffenden der Region, die Interesse haben mitzuwirken. Vielleicht kann ja unser Ort eine Station sein, Vorschläge zu unterbreiten. Es ist gedacht für die ganze Region und von der ganzen Region. Wir sind nur die, die den Rahmen bilden und die Strippen ziehen, aber am Ende ist es eine Einladung an alle Interessierten dort mitzumachen.“ beschreibt Silvia Pahl das Projekt.    

Bisher gleichen nicht nur die Räumlichkeiten des KulturKnotenPunkts in Homberg noch einer Baustelle. Die Initiatoren beschreiben auch die Entwicklung des zunächst auf drei Jahre angelegten Projekts als eine Art baulichen Vorhabens. Der Bauplan des kulturellen Gebildes steht. Die Genehmigungen sind eingeholt. Das Fundament ist geschaffen. Die Architekten haben die erste Arbeit getan. Jetzt werden Handwerker, Berater, Nachbarn, Schaulustige und Bewohner gesucht, um das noch formlose Gebilde aufzubauen. Klaus Wilmanns sucht „Experten des Alltags“. Menschen, die ihre einzigartigen Fähigkeiten Teil eines Gesamten werden lassen möchten. Auf Bauplätzen, die sie wie ihre Westentasche kennen. Mit Bausteinen, die sich noch formen werden. Gemeinsam mit Freunden und Fremden. Was am Ende gebaut wird ist erstmal egal. Es geht besonders um den Bauprozess des KulturKnotenPunkts in der Region Schwalm-Knüll, der in jedem Fall von Musik und Spiel, Neugierde und Erfahrungen, Zuhören und Austausch geprägt sein wird.  

 

Die Landrosinen 

Durch die Mitgliedschaft in dem Kulturnetzwerk Landrosinen haben die Kunstschaffenden bemerkt, welche Informationen den Vereinen oft fehlen. „Wir sind eine Landrosine, die professionell künstlerisch arbeitet. Es gibt aber ganz viele Landrosinen, die machen das zusätzlich zu ihrem Beruf ehrenamtlich. Die können gar nicht die Informationen kennen, die wir über viele Jahre gesammelt haben - zum Beispiel wie man an Fördergelder kommt. Wir haben in der langen Zeit mit den Landrosinen mitbekommen, was alles noch in der Region an Information fehlt. Es gibt vieles in der Region. Menschen, die auf kultureller Ebene arbeiten. Die wollen wir unterstützen. Was können wir an Information, Input und Vermittlungsarbeit leisten, wovon im Endeffekt alle profitieren können. Auch die, die bei den Landrosinen dabei sind.“  

 

 Das Theater 3 hasen oben… 

…lädt alle interessierten Menschen herzlich ein,
im KulturKnotenPunkt in Homberg mitzuwirken.  

Frei nach dem Motto etwas Fremdes wagen, mit Fremden etwas wagen werden Vereine, Verbände, Institutionen, KünstlerInnen oder Privatpersonen mit spannenden Vorträgen und Workshops das Kulturerlebnis der Region erweitern. Das Projekt KulturKnotenPunkt ist derart offen gestaltet, sodass jeder noch mitwirken kann. Es gibt keine fertige Idee – alles ist möglich!

Sie machen den Kulturknoten!

Silvia Pahl

ist Spielerin und als Künstlerische Leiterin Impuls- und Ideengeberin des Theaters. Sie sucht nach geeigneten Themen, Stoffen und Material für Inszenierungen, sie entwickelt Spielideen und Inszenierungskonzepte. In den letzten Jahren entwickelte sie verschiedene Theaterlabore und andere Formate künstlerischer Forschung und Kulturvermittlung.

 

Klaus Wilmanns

ist Spieler und Musiker des Theaters. Er improvisiert, entwickelt und komponiert Musiken, Lieder und Sounds. Auf der Bühne spielt der Kontrabassist und Multi-Instrumentalist meistens live. Klaus Wilmanns leitet die musikalische Arbeit und ist zuständig für das Management der Gruppe.

 

Maxi Buck

ist künstlerischer Begleiter, Jugendclub Leiter und seit 2019 auch Spieler des Theaters. Seit 2018 entwickelt und arbeitet er in Projektideen und Umsetzungen mit. Nach Jahren verschiedener Workshops mit Jugendlichen, welche das Theater durchführte, übernahm er den Aufbau sowie die Anleitung eines wöchentlichen Jugendclubs, der erste des Theaters, sowie der erste in der Schwalm.

Das Theater 3 hasen oben wird im KulturKnotenPunkt Impulse für Projekte setzen und für Beratungen bereitstehen. Für ein Netzwerk bedarf es aber vieler Institutionen und Menschen. Am 03.05.2019 wird es eine erste öffentliche Vorstellung des Projekts mit Infos, Musik und vielem mehr geben. Dazu sind alle Menschen aus dem Landkreis in den KulturKnotenPunkt in Homberg eingeladen, die an einer Entwicklung des Kultur-Netzwerkes interessiert sind.